2011

Theater in Bewegung – Die Workshops

Theorie und Praxis entwicklungspolitischer Theaterarbeit für Multiplikator*innen und Akteur*innen
Im Jahr 2011 wurden, anknüpfend an das gleichnamige Buch, 15 ein- bis zweitägige Workshops für Multplikator*innen und Akteur*innen durchgeführt, in denen die Teilnehmenden die Grundlagen von Theater-Aktions-Formen im öffentlichen Raum kennen lernen und erproben konnten. Im Focus standen dabei Globalisierungsthemen wie Armut und soziale Gerechtigkeit, Klima und Umwelt, Migration, Krieg und Frieden. Alle Workshops wurden in enger Zusammenarbeit mit regionalen Partnern durchgeführt.
Workshop-Orte waren: Berlin (3 Veranstaltungen), Bielefeld, Brandenburg an der Havel, Bremerhaven, Freiburg, Hamburg, Hildesheim, Köln, Lörrach, Lüneburg, Münster, Potsdam und Weimar.

Aufgrund des großen Erfolgs (Buch und Workshops) konnte der Verein seine bundesweite Vernetzung ausbauen. Es gab auch über den Projektzeitraum hinausgehende Workshop- und Kooperations-Anfragen sowie Buchbestellungen.

http://www.theater-in-bewegung.org

Ein Projekt des GRIPS Werke e.V., gefördert aus Mitteln des BMZ, durch den Evangelischen Entwicklungsdienst und die Stiftung Umverteilen gefördert.

  • GRIPS Werke e.V., Mitteln des BMZ, Evangelischen Entwicklungsdienst und die Stiftung Umverteilen

Schatzsuche²

Im Jahr 2011 wurde erneut an beiden Schulen des Quartiersmanagementgebietes Heerstraße Nord gearbeitet. Der Projektzeitraum endete am 31.12.2011.

a) Christian-Morgenstern-Grundschule
Im ersten Halbjahr 2011 waren erneut Schüler*nnen aller Jahrgangsstufen am Projekt beteiligt. Während die Klassen 1 – 4 in Einzelprojekttagen Theaterluft schnupperten, beschäftigen sich die Klassen 5 – 6 in 8 regelmäßig stattfindenden Arbeitsgruppen (Theater, Musik, Tanz, Trommeln, Akrobatik etc.) mit dem Thema „Träume“. Alle Arbeits-Ergebnisse wurden am 18.6. in einem großen TheaterKunstFest präsentiert und das gesamte Schulhaus als Bühne bespielt. Die Arbeit mit den Klassenstufen 1-4 wurde in Form einer audio-visuellen Ausstellung sichtbar gemacht und auch in einem Materialheft festgehalten. Darüber hinaus gab es monatliche Fortbildungen für die Pädagog*innen der Schule und Eltern-Kind-Workshops.
Nach den Sommerferien wurde mit der Erarbeitung eines theatralen Kiezrundganges begonnen (siehe Archiv 2012). Daran beteiligt waren 10 Klassen der Jahrgangsstufen 1 bis 5. Bis zum Jahresende wurden gemeinsam mit den Kindern Aufgaben erdacht und ausprobiert, die in einem 2. Schritt mit Orten im Quartier gekoppelt werden sollten. Mit Eltern wurden bei Spaziergängen Geschichten gesammelt und zu einer Präsentation verdichtet. Hinzu kamen Workshops für die Pädagog*nnen der Schule. Die überaus erfolgreiche Zusammenarbeit sollte auch im Jahr 2012 durch eine Förderung fortgesetzt werden (Schatzsuche³ – Archiv 2012).

b) Grundschule am Amalienhof
Bis zum Sommer 2011 wurden auf der Grundlage des Buches “Die fürchterlichen Fünf” von Wolf Erlbruch gemeinsam mit 3 Klassen der Jahrgangsstufen 4 – 5 in drei intensiven Projektwochen Szenen für ein eigenes Theaterstück erarbeitet. Die Arbeitsergebnisse der Klassen wurden in der anschließenden gemeinsamen Probenarbeit miteinander verschränkt und das Stück am Freitag vor Pfingsten (10.6.) nachmittags vor ca. 100 Besucher*nnen aufgeführt.
Zusätzlich fanden 3 gut besuchte Eltern-Kind-Workshops sowie eine Fortbildung für die Pädagog*nnen der Schule statt. Eine Fortsetzung war an dieser Schule nicht vorgesehen.

Projekte des GRIPS Werke e.V. in Kooperation mit dem GRIPS Theater, der Christian-Morgenstern-Grundschule, der Grundschule am Amalienhof, mit Unterstützung des Stadteilmanagements Heerstraße. Gefördert durch die Europäische Union, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms “Zukunftsinitiative Stadtteil” Teilprogramm “Soziale Stadt”.

  • GRIPS Werke e.V., GRIPS Theater, Christian-Morgenstern-Grundschule, Grundschule am Amalienhof; mit Unterstützung  des Stadteilmanagements Heerstraße, Europäische Union, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms “Zukunftsinitiative Stadtteil” Teilprogramm “Soziale Stadt”.

Expedition Neuland – Logbuch einer Annäherung

Das Projekt in der durch die Fusion neu entstandenen Allegro-Grundschule, das bereits im Jahr 2010 begonnen wurde, endete im Mai 2011. Um auch die Lehrer*innen und Erzieher*nnen nachhaltig zu unterstützen und ihnen Handwerkszeug für die eigene Arbeit zu vermitteln, wurden Anfang 2011 die restlichen Fördermittel für 3 theaterpädagogische Fortbildungs-Workshops eingesetzt.
Die Projektergebnisse wurden in einer Dokumentation festgehalten, die auf den Websites des Vereins und des Theaters als PDF-Download zur Verfügung stehen.
Das Projekt wurde mit Unterstützung des Quartiersmanagement Magdeburger Platz und im Rahmen einer Förderung durch die Europäische Union, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms “Zukunftsinitiative Stadtteil” Teilprogramm “Soziale Stadt” durchgeführt.

Ein Projekt des GRIPS Werke e.V. in Kooperation mit der Allegro-Grundschule, mit Unterstützung des Quartiersmanagement Magdeburger Platz. Gefördert durch die Europäische Union, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms “Zukunftsinitiative Stadtteil” Teilprogramm “Soziale Stadt”.

  • GRIPS Werke e.V., Allegro-Grundschule, mit Unterstützung des Quartiersmanagement Magdeburger Platz,  Europäische Union, den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms “Zukunftsinitiative Stadtteil” Teilprogramm “Soziale Stadt”

Projekte im Rahmen der Kampagne „SOS for Human Rights“

Die SOS-Menschenrechts-Kampagne wurde von einem breiten Bündnis getragen (Jugendliche ohne Grenzen/Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V., GRIPS Theater Berlin, PRO ASYL, Borderline Europe, Flüchtlingsrat Berlin, Flüchtlingsrat Brandenburg, GEW und Berliner Beratungsstelle für junge Flüchtlinge BBZ)
Der Verein hat bereits im vergangenen Jahr mehrere Projekte durchgeführt, die thematisch daran anknüpfen.

a) Aktionstag für Kinder- und Menschenrechte am Brandenburger Tor am 5. April 2011
Aus Anlass des 19. Jahrestags der Ratifizierung der Kinderrechte durch die Bundesrepublik Deutschland führte der Verein am 5. April mit Jugendlichen eine theatrale Aktion am Brandenburger Tor durch. Die Theaterperformance thematisierte öffentlichkeitswirksam die möglichen Gründe einer Flucht, die lebensgefährlichen Fluchtwege aus den Krisengebieten nach Europa und das Bleiberecht in Deutschland.

b) I love Bleiberecht – Konferenz in Wiesbaden
Der Verein unterstützte die Initiative Jugendliche ohne Grenzen/Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. in der Planung und Moderation der in 2011 stattfindenden Bleiberechtsgala und beteiligte sich an der Umsetzung und Finanzierung des kulturellen Rahmenprogramms der Konferenz (u.a. Theateraufführung „SOS for Human Rights“ und Verleihung des „Initiativenpreis 2011“ an drei Initiativen gegen Abschiebungen).

c) Aktion zum „Internationalen Tag der Migranten“ am 18.12.2011
Anlässlich dieses Tages wurde mit Jugendlichen eine Theaterperformance vor dem Europäischen Haus am Pariser Platz durchgeführt. Die Aktion richtete sich gegen die Missachtung der Rechte von Flüchtlingskindern und sollte ein weiteres Alarmsignal gegen das Massensterben im Mittelmeer setzen. Mit gespielten SOS Signalen im Rahmen einer Theaterinstallation sowie einer Audioreportage mit Aussagen von Flüchtlingskindern sollte die Öffentlichkeit zu Aktion und Engagement aufgerufen werden.

d) Webseite der Kampagne
Die Öffentlichkeitsarbeit dieser Kampagne und der Aufruf der Jugendlichen wurden vom Verein durch Berichte der Aktionstage, Fotos etc. unterstützt.

Ein Kooperationsprojekt von der SOS-Menschenrechts-Kampagne mit dem GRIPS Werke e.V., Jugendliche ohne Grenzen, dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V., dem GRIPS Theater Berlin, PRO ASYL, Borderline Europe, dem Flüchtlingsrat Berlin, dem Flüchtlingsrat Brandenburg, der GEW und Berliner Beratungsstelle für junge Flüchtlinge BBZ. Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Pro Asyl und Aktion Mensch/die Gesellschafter sowie einer Spende des Vereins der Bundestagsfraktion Die Linke e.V. realisiert.

Logos:

  • SOS-Menschenrechts-Kampagne mit dem GRIPS Werke e.V., Jugendliche ohne Grenzen, dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V., dem GRIPS Theater Berlin, PRO ASYL, Borderline Europe, dem Flüchtlingsrat Berlin, dem Flüchtlingsrat Brandenburg, der GEW und Berliner Beratungsstelle für junge Flüchtlinge BBZ, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Pro Asyl und Aktion Mensch/die Gesellschafter sowie einer Spende des Vereins der Bundestagsfraktion Die Linke e.V. realisiert.

Theaterbesuche für Kinder und Jugendliche

Im Jahr 2011 ermöglichte der Verein die kostenlosen Theaterbesuche von 24 Kindern und Jugendlichen. Da die Zahl der Anträge im Jahr 2011 sehr gering war, sollte das Programm „1000 Kids ins Theater“ im kommenden Jahr wieder stärker bekannt gemacht werden.


Weiterbildungsworkshop zum Thema „Sexualisierte Gewalt und Theaterpädagogik?“

Auf Grund der öffentlich gemachten Missbrauchsfälle an Schulen und Internaten sah der Verein die Notwendigkeit, sich mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt“ und die Bedeutung für dietheaterpädagogische Praxis zu beschäftigen.
Der Verein lud daher alle Vereins-, Förder- und Beiratsmitglieder sowie die freiberuflichen Tätigen zu einer Weiterbildung ein, die von Wildwasser e.V. durchgeführt wurde und einem Austausch über die spezifische Bedeutung des Themas für theaterpädagogische und künstlerische Berufsfelder sowie möglicher Konsequenzen diente. Daraus resultierend war langfristig geplant, einen „Code of Ethics“ für die Arbeit des Vereins zu entwickeln.


Projekttag zum Thema „Mädchen stärken! Grenzen wahrnehmen – Grenzen setzen“

Der Verein führte im Januar 2011 erneut einen Workshop im Rahmen des Projekttages „ Mädchen stärken! Grenzen wahrnehmen – Grenzen setzen” in der Reginhard-Grundschule in Reinickendorf durch. Zielgruppe waren Schülerinnen der 6. Klassen. Die Finanzierung erfolgte über die Schule.


Jugendclub Banda Agita

Wie schon im Vorjahr unterstützte der Verein die Probenarbeit und Verpflegung der Jugendlichen. Für die Inszenierung 2011 „Besser Späti als Nie“ hatte sich eine eigenständige Arbeitsgruppe für die Öffentlichkeitsarbeit gegründet, die Druckvorlagen für Flyer und Plakat selbst entwarfen.
Der Verein übernahm dafür die Druckkosten.